Lauflernschuhe: Unsere Erfahrung mit dem Naturino Cocoon EMBR
Mit dem ersten Schritt beginnt ein neues Kapitel – und irgendwann kommt der Moment, wo das Barfußlaufen alleine nicht mehr reicht. Wann braucht ein Kleinkind wirklich Lauflernschuhe? Und worauf kommt es beim Kauf an? Wir haben uns für die Naturino Cocoon EMBR Suede entschieden – und teilen hier unsere ehrliche Erfahrung.
Erst barfuß – dann Schuhe
Unsere Tochter läuft seit sie 12 Monate alt ist. Bewusst haben wir ihr erst mit 13 Monaten die ersten Schuhe gekauft. Warum? Weil Barfußlaufen für Kleinkinder das Beste ist, um ein sicheres Gleichgewichtsgefühl zu entwickeln. Die Fußmuskeln, die Propriozeption – all das trainiert sich am besten ohne Schuh.
Aber: Wer mit 13 Monaten in der Stadt unterwegs ist und auf dem Spielplatz selbst laufen will, braucht Schuhe. Scherben, Asphalt, nasse Böden – da ist barfuß einfach keine Option mehr. Der Schuh sollte dann so wenig Schuh wie möglich sein – flexibel, leicht, mit dünner Sohle.
Warum Naturino Cocoon?
Im Fachgeschäft haben uns diese zuckersüßen Schnürschuhe sofort ins Auge gestochen: beige-grau, mit rosa bestickten Herzchen – typisch Mädchen, aber trotzdem dezent. Doch Optik allein reicht nicht. Was uns überzeugt hat:
- Schnürung statt Klettverschluss: Unsere Tochter ist zierlich – die Schnürung erlaubt eine viel präzisere Anpassung und gibt einen besseren Halt als ein breiter Klettverschluss.
- Naturino Cocoon Leisten: Speziell für die ersten Schritte entwickelt – breite Zehenbox, flexible Sohle, anatomisch geformt.
- Wildleder (Suede): Weiches Material, das sich dem Fuß anschmiegt, ohne zu drücken.
- Fachberatung: Im Schuhfachgeschäft wurde der Fuß vermessen und die Passform geprüft – das ist bei ersten Schuhen unbedingt zu empfehlen.
Die erste Anprobe – und was danach kam
Ehrlich? Die Anprobe im Geschäft war ein kleines Drama. Unsere Tochter hatte noch nie Schuhe an den Füßen – die ganze Situation war ihr unheimlich. Das Festhalten der Füßchen, das Anziehen des Schuhs, der ungewohnte Druck – sie war alles andere als begeistert.
Aber: Heute – nach zwei Wochen – liebt sie ihre Schuhe. Sie präsentiert sie ganz stolz, zeigt sie jedem und will am liebsten nie mehr ohne laufen. Das Wackeln der ersten Tage (das Gewicht an den Füßen ist für Kleinkinder neu und ungewohnt) ist komplett verschwunden. Sie läuft jetzt sichere, große Runden – auch längere Strecken sind kein Problem mehr.
Naturino Cocoon EMBR Suede: Was uns gefällt
- Perfekte Passform für zierliche Füßchen – dank Schnürung individuell einstellbar
- Supersoftes Wildleder – kein Scheuern, kein Drücken
- Flexible, leichte Sohle – das Kind spürt den Boden, ohne sich zu verletzen
- Rutschfeste Außensohle – wichtig für unebene Böden und nasse Flächen
- Design: Wunderschön für Mädchen – herzige Details ohne Kitsch-Überdosis
Worauf ihr beim Kauf von Lauflernschuhen achten solltet
Kauf im Fachgeschäft
Für erste Lauflernschuhe gilt: immer im Fachgeschäft kaufen und den Fuß vermessen lassen. Kein Online-Kauf auf Verdacht. Der Fuß eines Laufanfängers ist noch sehr weich und formbar – ein schlecht sitzender Schuh kann die Fußentwicklung langfristig beeinflussen.
Flexible Sohle
Die Sohle sollte sich leicht biegen lassen – testet das einfach, indem ihr die Schuhspitze nach oben biegt. Wenn der Schuh kaum nachgibt, ist er für Laufanfänger nicht geeignet.
Zehenraum
Ca. 1–1,5 cm Luft vor den Zehen – nicht mehr, nicht weniger. Zu enger Schuh drückt, zu weiter Schuh gibt keinen Halt.
Wann braucht ein Baby wirklich Schuhe?
Erst wenn das Kind sicher alleine läuft – und dann nur draußen, wenn der Untergrund es erfordert. Drinnen gilt: so oft wie möglich barfuß oder mit Stoppersocken.
Unsere Empfehlung
Den Naturino Cocoon* gibt es auch auf Amazon – in verschiedenen Farben und Varianten.
- Ideal für Laufanfänger ab ca. 12–14 Monaten
- Besonders geeignet für zierliche Füßchen
- Erhältlich in Größe 17–26
- Mit Schnürung oder Klettverschluss
Häufige Fragen
Ab wann brauchen Kleinkinder Lauflernschuhe?
Erst wenn das Kind sicher alleine läuft und draußen unterwegs ist. Bis dahin: so viel wie möglich barfuß. Die meisten Kinder sind zwischen 12 und 15 Monaten bereit für erste Schuhe.
Schnürung oder Klettverschluss?
Für zierliche Kinder oder besonders schmale Füßchen ist eine Schnürung oft die bessere Wahl – sie lässt sich exakter anpassen. Klettverschlüsse sind schneller, passen aber nicht immer optimal.
Wie oft müssen Lauflernschuhe erneuert werden?
Kinderfüße wachsen schnell – alle 3–4 Monate sollte man nachmessen. Sobald weniger als 1 cm Luft vor den Zehen ist, braucht es neue Schuhe.
Ist Naturino eine gute Marke für Lauflernschuhe?
Ja. Naturino ist seit Jahrzehnten auf Kinderschuhe spezialisiert, die Cocoon-Linie wurde explizit für die ersten Schritte entwickelt – mit breiter Zehenbox, flexibler Sohle und anatomischem Fußbett.
Kinderschuhe richtig pflegen: So halten Lauflernschuhe länger
Lauflernschuhe halten selten die volle Wachstumsphase durch – nicht weil sie schlecht sind, sondern weil Kleinkinder intensiv damit umgehen. Pfützen, Sandkästen, Schleifspuren auf Asphalt. Mit ein paar einfachen Maßnahmen verlängert ihr die Lebenszeit deutlich:
- Wildleder (Suede) nach jedem Regentag behandeln: Wildlederschuhe wie der Naturino Cocoon sollten nach nassem Einsatz mit einem Wildleder-Auffrischer oder Pflegemittel behandelt werden – sonst werden die Fasern spröde. Kurz trocknen lassen, dann pflegen.
- Nicht im Trockner: Weder Wildleder noch die meisten Lauflernschuhe vertragen den Trockner – die Kleber an der Sohle lösen sich. An der Luft trocknen, leicht ausgestopft (Zeitungspapier in die Schuhe).
- Sohle regelmäßig prüfen: Kleinkinder schleifen die Außensohle an bestimmten Stellen stark ab. Wenn die Sohle in der Ferse oder vorne durch ist, ist die Rutschsicherheit weg – dann ist Wechsel fällig, auch wenn der Schuh noch passt.
- Obermaterial säubern: Lehmflecken oder Sandablagerungen mit einer weichen Bürste trocken ausbürsten, dann feucht nachwischen. Kein Wasser direkt aufsprühen – durchweichen schadet der Form.
- Einlegesohle wechseln: Bei Premium-Schuhen kann man die Einlegesohle austauschen – sinnvoll wenn Geruch entsteht oder die Dämpfung nachlässt.
Gebrauchte Lauflernschuhe – ja oder nein?
Diese Frage entzweit Eltern und Fachleute. Unsere ehrliche Einschätzung:
- Nein bei weniger als 3 Monaten Nutzung: Gut erhaltene Schuhe, die nur selten getragen wurden, sind problemlos. Kontrolliert Innensohle (kein Eindrücken der Ferse) und Außensohle auf gleichmäßige Abnutzung.
- Ja bei stark abgelaufenen Sohlen: Schuhe passen sich dem Fuß des Kindes an – asymmetrisch abgelaufene Sohlen können Fehlstellungen begünstigen. Hier besser verzichten.
- Faustregel: Hat ein Schuh mehr als 4–6 Monate einem aktiven Kleinkind gedient, sollte er nicht weitergegeben werden. Hat er kaum Abnutzungsspuren, ist er meist noch gut.
- Hygiene: Einlegesohle entfernen und separat waschen, Innenraum mit Schuhdesinfektionsmittel behandeln, mindestens 24 Stunden offen an der Luft auslüften.
Lauflernschuhe für jede Jahreszeit: Was ändert sich?
Lauflernschuhe sind kein Ganzjahres-Einheitsmodell. Für Kleinkinder braucht ihr in der Regel drei Paar parallel:
| Jahreszeit | Anforderung | Empfehlung |
|---|---|---|
| Sommer | Atmungsaktiv, leicht, offen | Sandalen mit geschlossener Zehenbox; Wildleder-Halbschuhe für kühle Sommertage |
| Herbst/Frühling | Wasserabweisend, griffige Sohle | Klassischer Lauflernschuh wie Naturino Cocoon; Leder oder Nubuk |
| Winter | Warm, wasserdicht, Winterfutter | Gefütterter Stiefel mit Klettverschluss; Membran (Gore-Tex) für nassen Schnee |
| Innen | Keine Schuhe nötig | Stoppersocken oder barfuß – keine Hausschuhe bei Laufanfängern (schlechterer Bodenkontakt) |
Fazit
Die Naturino Cocoon EMBR Suede sind für uns ein voller Erfolg. Ja, die Anprobe war anfangs ein kleines Abenteuer – aber das ist normal. Heute laufen wir damit durch die Stadt, über den Spielplatz und durch alle Pfützen, die sich bieten. Kein Wackeln mehr, kein Ausrutschen, kein Sorgen um Scherben. Und das stolze Präsentieren der eigenen Schuhe? Unbezahlbar.

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Wie erkennt man qualitativ gute Lauflernschuhe?
Nicht jeder teure Schuh ist ein guter Lauflernschuh – und nicht jeder günstige ist schlecht. Diese drei Tests helfen beim Kauf:
- Biegetest: Schuhspitze nach oben biegen – der Schuh soll sich leicht und federnd biegen, nicht starr bleiben
- Drilltest: Schuh an beiden Enden greifen und gegeneinander verdrehen – zu viel Stabilität ist schlecht, etwas Flexibilität muss bleiben
- Daumenbreitentest: Ein Daumen breit Platz vor den Zehen – nicht mehr, nicht weniger
- Gewichtstest: Je leichter, desto besser. Kleinkinder heben ihre Füße noch nicht sicher – ein schwerer Schuh ermüdet schnell
Naturino Cocoon vs. andere Lauflernschuh-Marken
Wir haben uns im Fachgeschäft auch andere Marken angeschaut. Hier unsere kurze Einschätzung:
| Marke | Besonderheit | Für wen? |
|---|---|---|
| Naturino Cocoon | Schnürung, sehr weich, Suede, Made in Italy | Zierliche Füße, Qualitätsfokus |
| Superfit | Breite Auswahl, viele Weiten, Klettverschluss | Breitere Füße, praktische Eltern |
| Affenzahn | Vegan, Klettverschluss, bunte Designs | Vegane Familie, lebhafte Kinder |
| Pepino (Ricosta) | Orthopädisch empfohlen, sehr flexibel | Orthopädisch empfindliche Füße |
| Ecco | Robust, viele Weiten | Aktive Kleinkinder, Outdoor |
Für uns war die Naturino-Schnürung der entscheidende Punkt – weil unsere Tochter sehr schmal ist und ein Klettverschluss einfach nicht so gut passt. Wer normale oder breitere Füßchen hat, ist mit Klettverschluss oft pragmatischer bedient.
Wie oft müssen Kinderschuhe gewechselt werden?
Kinderfüße wachsen schneller als man denkt – besonders im ersten Lebensjahr. Als Faustregel gilt:
- Alle 2–3 Monate nachmessen – am besten im Fachgeschäft
- Weniger als 1 cm Luft vor den Zehen = neue Schuhe fällig
- Kein Weitertragen auf Vorrat – ein zu enger Schuh schadet der Fußentwicklung
- Gebrauchte Schuhe: Nur weitergeben wenn kaum getragen – Schuhe passen sich an den Fuß an und können eine Fehlstellung übertragen
Drinnen barfuß – draußen Schuh: Die Grundregel
Was viele vergessen: Auch mit Lauflernschuhen gilt – drinnen so oft wie möglich barfuß. Die Fußmuskeln entwickeln sich am besten ohne Schuh. Lauflernschuhe sind für draußen, für Spielplatz, Asphalt, Pfützen – nicht für zuhause. Bei uns kommen die Schuhe sofort nach dem Heimkommen aus. Das ist kein Ritual, das ist Fußgesundheit.
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